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ostholstein.mediaquell.com
schreibt über eine Produktion des 'Lohengrin' in
Kiel:
'Mit der Geschichte, die uns Richard
Wagner erzählt, setzt der Komponist erhebliche
Geschichtskenntnisse bei seinen Zuschauern voraus – Kenntnisse,
die der „normale“ Opernbesucher kaum mehr hat.'
Demnach fehlt beim Kieler Theaterpublikum das Wissen um das Werk, das als
romantische Oper 1850 von Liszt in Weimar uraufgeführt wurde.
Über Bildungslücken bei der Bevölkerung ist vieles vielen
bekannt, selbst das Goethe-Institut räumt ein:
'Die Kenntnis der jeweiligen Klassiker
kann sie dabei bei Gymnasiasten so wenig wie bei Hauptschülern
voraussetzen.'
http://www.goethe.de/kue/the/tst/de4694871.htm
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Hier nun ist das jeweilige Theater gefordert,
das von den Eltern und der Schule verursachte Manko auszugleichen.
Es bieten sich echte Einführungsseminare - keine Spielereien
wie mit o.a. Link zugängige Vorgehensweise von Ostermeiers Schaubühne in Berlin
- oder
wie oft erlebt, keiner der dort bei der Einführung Vortragenden
sagt etwas über das, was das Publikum auf der Bühne erleben
wird, man hat Angst, man könnte die Leute verschrecken.
Oder aber die Dramaturgie schreibt im Programmheft über die
Vorstellungen des
betreffenden Hauses bzw. die Intentionen der Regie mitsamt
Bühnenbild, Maske und Kostümen.
Was ist aber, wenn das Publikum weder zu einem Einführungsvortrag
erscheint, noch sich ein Programmheft kauft?
In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum sind
Einführungsvorträge für Inszenierungen überhaupt notwendig -
klar, weil letztere so
vermurkst werden, dass man nichts mehr erkennt, die
Inszenierung weder mit dem Inhalt, noch mit dem
gesprochenen / gesungenen Text etwas
zu tun hat.
Ein Beispiel hierfür war diese ach so entzückende 'Lohengrin'-Inszenierung,
die Theaterdirektor Weil mit seinem hochbezahlten Team in Regensburg auf die Bühne
stellen ließ.
http://www.heerrufer.de/Bemerkung_zu_'Lohengrin'_%20-_Oberpf._Metropol-Theater_Regensburg_1._und_30.11.2010.htm
Man richtete sich wohl nach einer Dame, die hier nicht genannt
sein soll,
die nach eigener Aussage 'modische' Inszenierungen liebt.
3sat sprach in seiner Kulturzeit am 19. Januar 2012 vom:
'Tannhäuser-Skandal' im Jahre
2011.
Dabei war diese Bayreuther Inszenierung doch so hübsch 'modisch'.
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Man stelle sich vor, Kiel hätte einen
Richard-Wagner-Verein und man wäre dort fachlich qualifiziert
und damit in der Lage, Wissen zu vermitteln.
Im
Internet ist aber kein RWV-Kiel zu finden:
Wie heißt es so schön aufgesetzt in der Satzung,
es sei die Aufgabe des RWVI:
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- die Volksbildung zu fördern.
Diese Förderung geschieht u. a. durch Studienreisen,
Vorträge, Diskussionen, Besuche von Konzert- und
Opernaufführungen.
Das Verständnis für das Werk Richard Wagners ist dabei
zu wecken und zu vertiefen.
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Wo ist man, warum ist man nicht auf dem Wege
nach Kiel, dort einen Richard-Wagner-Verein zu gründen, der
Wissen vermittelt, der nach den Statuten die Volksbildung
fördert, das Verständnis für das Werk Richard
Wagners weckt, ja besser, auch noch vertieft.
Gründungen in anderen Städten Europas, in Süd-Afrika oder Nah-Ost machen
natürlich mehr her, aber man sollte doch wohl zunächst einmal im Lande bleiben und
dafür sorgen, dass auch die Kieler erfahren, was Richard Wagner
im 'Lohengrin' aufzeigen möchte.
Nun aber sitzt das Publikum ohne Vorbildung im Theater der
Schleswig-Holsteinischen Landeshauptstadt, in dem die Sitze aus öffentlichen Geldern bezuschusst werden.
Fielen diese Subventionen weg, ginge wohl wegen der abstrusen
Inszenierung bei hohen
Eintrittspreisen keiner mehr hin. Niemand kann sich am
Bildungsauftrag vorbei Mätzchen erlauben, es sei denn, er kann
Löcher mit öffentlichen oder Sponsoren-Geldern stopfen.
Aber hier noch einmal der Vorgang mit der Aussage von Regensburgs Bürgermeister Wolbergs in Bezug auf
die Gelder, die das Theater Regensburg ständig verschlingt:
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>> “Das kostet uns richtig viel Geld.
Mit welchem Recht sagen wir,
die Infrastruktur-Einrichtung Theater ist wichtiger
als die Infrastruktur-Einrichtung Stadion?”,
fragte er rhetorisch in den Saal, der mit großem Applaus
antwortete. <<
Regensburger Wochenblatt am 16.11.2010
über eine Aussage von Bürgermeister Wolbergs während einer
Podiumsdiskussion
zum Neubau eines Fußballstadions in Regensburg |
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